Geschichte

Eine kleine Geschichte zur NETs.werk Geburtsstunde und Entwicklung

Es war einmal…. so beginnen eigentlich nur Märchen … unser NETs.werk – Nachhaltig leben sollte kein Märchen bleiben, obwohl die Anfänge einem seidenen Faden aus einer anderen Welt gleichen…


1999: Same gesät

Sommer 1999: Gerhard Zwingler arbeitet bei der Erzeuger-Verbraucher-Initiative (EVI) in Krems mit. Bei einer Teambesprechung trifft ein Fax ein, das von der 10 Jahresfeier der Verleihung des Alternativen Nobelpreises an den Seikatsu Club 1989 berichtet. Der Seikatsu Club ist eine Konsumentenvereinigung, die auf hohe soziale und ökologische Kriterien achtet. 2005 gab es ca. 250 000 Mitglieder ….bei Gerhard war ein Samen gesät.

Für’s erste – sowie sich das für jeden Samen gehört, durfte er ruhen – bis eben der richtige Zeitpunkt kommt.

2005: Die NETs.werk-Vision nimmt Formen an:

Wir haben uns  folgende Frage gestellt: Wie können wir sicher stellen, dass mit jedem Euro, den wir – mühsam erarbeitet ;-)  – wieder ausgeben, gutes finanziert wird?  Der rollende Euro soll sich einfach gut für uns Menschen, die Tiere, die Pflanzen, Boden und Wasser und die Luft auswirken.

Nachdem wir erfahren haben, dass bei einem  herkömmlichen Einkauf die Wahrscheinlichkeit bei über 80% liegt, dass Mitmenschen , Tiere oder die Natur geschädigt werden, wollten wir auf Nummer sicher gehen. Entweder wird Gift auf die Böden, ins Wasser oder die Luft ausgebracht, Tiere elendig gehalten oder fleißige Bauern (und natürlich auch die Bäuerinnen) bezahlt, als hätten sie nur 1 Stunde am Tag gearbeitet.  Das alles  nur, damit der Preis möglichst niedrig gehalten wird, um wettbewerbsfähig zu sein. Als würden wir einen Wettbewerb um die Verschlechterung unseres Lebens führen.

Da wollen wir nicht länger mitmachen und mit keinem Euro weiter finanzieren und den normalen Wahnsinn stabilisieren.  AUMI ist das Motto: Aussteigen – Umsteigen – Mitmachen. Wir sind ausgeschwärmt und haben viele wunderbare Biobäuerinnen und Biobauern kennengelernt und aus ihren Erzeugnissen ein Sortiment zusammengestellt. Damit wir gute faire Preise zahlen können und noch günstig im Endpreis sein können, haben wir das Modell eines alternativen Nobelpreisträgers, dem Seikatsu-Club Consumers Cooperative, übernommen und ein Vorbestellungs-Abholsystem aufgebaut. Über unsere Freude und Freunde ist der Kreis der gemeinschaftlichen BestellerInnen gewachsen und gewachsen. Wir freuen uns, wenn auch du mitmachst.

Shopping for a better world. -  Einkaufen gestaltet die Welt!

November 2005 : Verein NEST (Network for Ecological and Social Trade) gegründet:
Hinweis: Spätere Namensänderung auf NETs.werk – Nachhaltig leben
Da wir uns nicht als Geschäft mit Gewinnmaximierung verstehen, haben wir im Dezember 2005 den Verein NEST (Network for Ecological and Social Trade) – Das bio-regio-faire Erzeuger-Konsumenten Netzwerk gegründet.

Ähnlich dem Seikatsu-Club wählten wir ein System mit Vorbestellung und Abholung.

2006 : Regionalstellen in Steyr (OÖ) und Stadt Haag (NÖ) eröffnet:
Wir begannen mit 2 Abholstellen – in Steyr und Stadt Haag (NÖ)– wo wir jeweils eine bio-regio-faire Einkaufsmöglichkeit und verschiedenste NETs.werk-Impulse (Exkursionen, Vorträge, Mediathek, Infoblätter….) zum nachhaltigen Konsum geschaffen haben.

Mitte 2008 : Regionalstellen in Wels, Enns und Zell am Pettenfirst (OÖ) eröffnet:
Alexandra Vrolijk beginnt in Enns und Beate und Herbert Schachner starten in Wels.

Mitte 2009: Regionalstelle in Zell am Pettenfirst (OÖ) eröffnet: Kirsten Glees nimmt es in die Hand.

2010: Namensänderung von NEST auf NETs - Netzwerk für nachhaltiges Leben.
Informationen zum Namenswechsel können Sie hier als PDF-Dokument downloaden.
Den dazugehörigen Presseartikel auf der Titelseite der Bezirksrundschau: “Weltkonzern droht Verein aus Steyr” können Sie sich hier ansehen. Ja, wer hätte das gedacht, dass Nestlé etwas gegen den Namen NEST hat.

Mitte 2011: NETs.werk-Partner eröffnet in St. Pölten
Wir helfen auch jenen, die nicht Teil des Vereins sein wollen, aber auch biologisch-regional einen gemeinsamen Einkauf organisieren wollen, das System aufzubauen in Form einer Partnerschaft. So die Greisslerei 2.0 von Petra Kirchner und Maria Teichmann.